Die Haare fallen ihnen aus. Dunkle Flecken übersäen die Haut. Sie haben Lähmungserscheinungen und Muskelkrämpfe, kein Gefühl mehr in Beinen und Armen; Sorge um Frau und Kinder oder Angst davor, nie wieder Arbeit mehr zu bekommen. Ein Jahr nach Bekanntwerden der Verseuchungen, die sie sich bei Envio geholt haben, geht es den Opfern des PCB-Skandals schlecht.
Verseucht, verunsichert, verbittert, vergessen? Ehemalige Envio-Arbeiter blicken zurück auf ein schlimmes Jahr. Von Opfer-Betreuung spüren sie nichts. Umso mehr vom Gift in ihren Körpern.
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Seinen Namen möchte er nicht nennen, sein Gesicht nicht zeigen. Aber er spricht offen darüber, wie Envio ihn zerstört hat. Nach einem totalen Zusammenbruch und Wochen in der Psychiatrie kämpft ein 45-Jähriger um eine neue Lebenschance.
weiterlesen…Vier mit PCB vergiftete Männer berichten von ihren Leiden.
Nach dreieinhalb Jahren bei Envio ist er am Ende. Ein Wrack, körperlich, seelisch. 400-fach mit PCB verseucht, von Panikattacken und Alpträumen gequält. Die Psychiatrie hat er hinter sich, den Überlebenskampf vor sich. Um ihn zu bestehen, schluckt er schachtelweise Beruhigungsmittel. Vor Menschen fürchtet er sich. Sie machen ihm Angst. Die Verzweiflung ist sein Zuhause – seit dem Tag, als er diesen Brief aus der Post zog. Den Brief, mit dem er bis heute nicht klarkommt. Es ist das Schreiben, in dem steht: Sie sind vergiftet.
Panik vor der Noteinweisung in die Psychiatrie
Katastrophale Arbeitsbedingungen
Wohnung und Auto sind verseucht
Einfach nur überleben
Keine Absicherung, kaum Hoffnung
Kinder der Katastrophe