Wie eine Rakete stieg Envio am Entsorgungshimmel auf. Die Börse feierte Millionengewinne. Firmengründer Dr. Dirk Neupert wollte mehr: Weltmarktführer werden. Sein Traum platzte. Der PCB-Skandal beendete die Party. Heute kreist der Pleitegeier über Envio. Zwei Insolvenzen sind schon angemeldet. Auch die Biogas-Sparte des Unternehmens hat kaum noch Reserven. Mit Gülle lässt sich kein Geld verdienen, sagen Marktexperten. Die Aktien der Bebra Biogas Holding AG, der letzte Hafen für Envio-Anleger, sinken gegen Null.

Hoher Flug, tiefer Fall

Die Geldquelle sprudelte. Von 2004 bis 2009 schrieb Envio eine Erfolgsgeschichte. Der Börsengang 2007 und die neue PCB-Entsorgungsanlage in Südkorea sollten Meilensteine auf dem Weg an die Weltspitze werden. Der Giftskandal leitete den Sinkflug ein. Der wirtschaftliche Absturz scheint vorprogrammiert.

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Ende mit Schrecken

Wie gutgläubige Anleger mit falschen Prospekten in die Skandalfirma Envio gelockt wurden. Entscheidend dabei: öffentlich von Politikern gepriesene Ökopreise und Standards, die sich bei späteren Kontrollen als Farce herausstellten. Ein Interview mit Anlage-Experten aus dem Investmenthaus Murphy&Spitz.

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Fotos

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Roulette im Casino

Drei Monate zögerte Envio die Hauptversammlung 2010 hinaus. Im Dortmunder Casino Hohensyburg, einem Zockerparadies, trauen sich die Chefs schließlich vor die Aktionäre. Envio hat kaum noch eigenes Geld. Die Chefs bieten ein neues Gewinnspiel an: eine Aktie der Biogas-Tochter Bebra für 100 Envio-Papiere. Selbst notorische Börsen-Optimisten ahnen: Sie haben verloren.

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Dokumente

Das Envio-Prospekt zum Börsengang

Der Envio-Konzernabschluss 2009

Der Envio-Geschäftsbericht 2008

Der Envio-Geschäftsbericht 2007

Viel heiße Luft um Bebra Biogas - Die Präsentation

Der Bericht der Wirtschaftsprüfer