55 000 Quadratmeter misst das Envio-Gelände. Darauf stehen zahlreiche Hallen und Gebäude. Einige sind verseucht, andere sollen sauber sein. „Derzeit gehen vom Envio-Gelände keine Gefahren aus“, sagt die Bezirksregierung Arnsberg. Doch das stimmt nicht. Recherchen der WAZ Mediengruppe vor Ort enthüllen dramatische Sicherheitsmängel. Verseuchte Bereiche sind jedermann auf dem Gelände frei zugänglich. Die erschreckenden Zustände gefährden Menschen und Umwelt. Auch im Sommer 2011 ist das Envio-Gelände ein Pulverfass. Der PCB-Skandal wird zum Sanierungsskandal.
Hereinspaziert: Das Giftmülllager in der Halle 55
1150 Tonnen verseuchtes Material lagern in Halle 55. Doch das riesige Giftmülllager ist weder verriegelt noch versiegelt, sondern frei zugänglich. Türen und Trennwände stehen offen. Jeder kann rein – und das Gift kann raus. Der Luftzug trägt PCB-haltigen Staub in die Umwelt. Das ist kein Zufall, sondern ein Dauerzustand.
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Katastrophale Sicherheitsbedingungen herrschten monatelang auf dem Envio-Außengelände. Provisorische Schutzvorrichtungen waren komplett zerstört. Niemand bemerkte das, denn niemand kontrollierte die Fläche. Der Wind trieb potenzielle Giftstaubwolken auf Arbeiter, Gärten und Wohnbereiche zu.
weiterlesen…Gutachten Grundwasser- und Bodenluftuntersuchung
Überblick Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW
Giftmüll unter freiem Himmel - frei zugänglich für unseren Redakteur.
Auch das Gelände ist mit PCB belastet - Die Sanierung ist mangelhaft.