Ein Jahr hat die Staatsanwaltschaft Dortmund im PCB-Skandal ermittelt, jetzt klagt sie vier Personen an. Die beiden Hauptbeschuldigten: Envio-Geschäftsführer Dr. Dirk Neupert und ein ehemaliger Betriebsleiter. Ihnen werden 51-fache Körperverletzung sowie diverse schwere Umweltvergehen zur Last gelegt. Lassen sich die Vorwürfe beweisen, drohen Neupert & Co hohe Haftstrafen. Auch die Staatsanwaltschaft steht unter Druck. Während der Ermittlungen häuften sich Pannen. Bei einer Razzia in der Envio-Zentrale ließen die Ermittler wichtige Beweismittel bewusst liegen.

Ermittler unter Druck

Wieder gerät die Staatsanwaltschaft Dortmund unter Druck. Eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Envio-Ermittler liegt vor. Der schwere Vorwurf: Duldung der Beihilfe zu einer Straftat. Die Generalstaatsanwaltschaft und das NRW-Justizministerium prüfen.

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Musterprozess auf dünnem Eis

Mit der Anklage im Envio-Skandal betritt die Staatsanwaltschaft juristisches Neuland. Es gibt bisher kein Urteil darüber, wann eine PCB-Vergiftung strafbar ist. Mit 51 Krankenakten von PCB-vergifteten Arbeitern unterm Arm zieht die Ermittlungskommission in einen Präzedenzfall.

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Staatsanwälte prüften Staatsanwälte

Die Dortmunder Staatsanwaltschaft schoss kapitale Böcke im Fall Envio. Zwischenzeitlich gerieten die Ermittler selbst ins Fadenkreuz, wurden ein Fall für die Generalstaatsanwaltschaft in Hamm. Die beließ nach einer internen Prüfung das Verfahren bei den Dortmunder Kollegen, trotz massiver Kritik.

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