Die Sanierung des verseuchten Envio-Geländes wird immer teurer und zögert sich immer weiter hinaus. Das Verfahren stockt. Die Kosten klettern. Statt der zunächst geschätzten 1,5 Millionen Euro werden jetzt 5,5 Millionen für die Entgiftung der 55 000 Quadratmeter großen Fläche veranschlagt. Immer noch viel zu wenig, sagen Experten und kritisieren Mängel im Sanierungskonzept. Standards des Arbeits- und Umweltschutzes fehlten. Eine professionelle Sanierung könne leicht 10 Millionen Euro verschlingen. Ein großer Aufreger: Die Bezirksregierung Arnsberg lässt Dioxin bei der Sanierung außer acht.
14 Monate nach dem Envio-Aus stapelt sich der Giftmüll auf dem verseuchten Gelände. Das Sanierungskonzept sei eine Billiglösung. Das Land spare am falschen Ende, bei der Sicherheit für Menschen und Umwelt, warnt der PCB-Berater der Vereinten Nationen.
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Das Seveso-Gift Dioxin spielt bei der Sanierung des verseuchten Envio-Geländes keine Rolle. Das ordnete die Bezirksregierung Arnsberg an – auf Anraten des Landesumweltamtes und zur Verwunderung des Gutachters. Der meldete Zweifel an, fand aber kein Gehör.
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Der Steuerzahler muss sich darauf einstellen, mindestens 5,5 Millionen für den Abriss der extrem verseuchten Envio-Hallen und die Sanierung der Freiflächen zu berappen. Alles andere wäre eine Überraschung, auch für die Bezirksregierung in Arnsberg.
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Schon bei frühen Reinigungsversuchen auf dem Envio-Gelände schwebten Menschen in großer Gefahr. Ohne jede Schutzkleidung arbeiteten Männer auf dem verseuchten Gelände, angeleitet von einem Envio-Sachverständigen. Die Bezirksregierung griff nicht ein. Ein Rückblick auf einen denkwürdigen Gifteinsatz im Freizeitdress.
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