500 Kleingärtner aus dem Dortmunder Norden durften jahrelang keinen Grünkohl und kein Blattgemüse aus dem eigenen Garten essen. Es war vergiftet, mit krebserregendem PCB. Das Landesumweltamt hatte den Skandal im Jahre 2007 entdeckt und die Giftwerte 2008 veröffentlicht. Wie gesund oder giftig Kohl und Salat in den Jahren vorher waren, wollen die Gärtner heute gar nicht mehr wissen. Sie freuen sich über zuletzt gesunkene PCB-Werte in ihren Beeten. Spinat, Mangold, Endivie und Zucchini dürfen wieder auf den Teller. Ein fader Beigeschmack bleibt – nicht nur, weil der Grünkohl immer noch vergiftet ist.

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Gift im Reich der Gartenzwerge: Der krankmachende Staub wehte mit dem Wind aus Westen herüber, direkt auf ihr Obst und Gemüse. Und sie ahnten es nicht. 500 Kleingärtner der Anlagen Hafenwiese, Hobertsburg und Westerholz leiden bis heute unter dem PCB-Skandal. Zuletzt gab es eine Teilentwarnung. Doch die Verunsicherung ist groß. Das Idyll hat Risse bekommen. Ein Gang durch die beschauliche Welt der Kleingartenanlage Hafenwiese.

 

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