Giftige Kondensatoren aus der kasachischen Steppe, die Reste einer verrottenden Raketenbasis der ehemaligen UdSSR: Envio importierte auch illegalen Schrott über eine Entfernung von 9000 Kilometer. Das Geld dafür kam zum Teil von der deutschen Bundesregierung. Beteiligt waren international vernetzte Kriminelle.
Für Geld macht Envio fast alles. Das Unternehmen flog sogar Gift aus Zentralasien nach Europa. Eigentlich sollte das Gift im Dortmunder Hafen entsorgt werden. Tatsächlich aber wurde nur das wertvolle Kupfer geborgen. Der Rest wurde in die Umwelt gepustet.
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Die Bundesregierung hat dafür gesorgt, dass Kasachstan ein paar Millionen aus dem Bundeshaushalt bekommen hat, um Giftmüll nach Dortmund zu bringen. Den Deal besorgt hat ein dubioser Geschäftsmann mit Verbindungen in die kriminelle russische Halbwelt.
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Seit 2006 hat die Skandalfirma Envio systematisch die ganze Welt nach neuen Giftquellen abgesucht. Tausende Tonnen PCB kamen nach Dortmund. Dabei hätten die Transporte seit 2008 verboten werden müssen. Denn damals erhob die Umweltverwaltung in Thüringen schwere Vorwürfe gegen Envio. Doch die Warnung verhalte ungehört. Das Gift kam weiter aus Mazedonien, Rumänien Kroatien, etc. Das Kupfer in den Geräten war offenbar zu wertvoll.
weiterlesen…Thüringer Prüfung der Entsorgung
Importe Envio von 2007 bis 2010